Willkommen auf der Website unserer Ortsgruppe!

Wir freuen uns über Ihren Besuch und möchten uns zunächst kurz vorstellen:
Unsere Ortsgruppe ist eine von vielen ähnlichen regionalen Gruppierungen innerhalb des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) und wurde 1982 gegründet. Folgerichtig haben wir am 2. März 2017 unser 35-jähriges Jubiläum gefeiert. Zur Zeit besteht die Ortsgruppe aus 180 Mitgliedern, von denen die meisten in den Gemeinden Lichtenau und Rheinmünster wohnhaft sind. Alle Altersklassen sind vertreten.

Der Vorstand



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Fledermaus-Asyl fertiggestellt

Nach dem öffentlichen Aufruf zur Mithilfe bei einer Nabu-Aktion am vergangenen Samstag konnten neun freiwillige Helfer vom NABU Lichtenau/Rheinmünster ein Fledermaus-Asyl in einem alten Munitionsbunker im Baden-Airpark mit  geeignetem Erdmaterial "präparieren". Innerhalb einer knappen Stunde war die Wagenladung mit rund 6 cbm auf Schubkarren verfrachtet und im Bunker verteilt. 

Mit dieser Aktion erhofft man sich von den Verantwortlichen des NABU insgesamt einen optimaleren Winterschlafplatz für die bedrohten und fliegenden Säugetiere, die hohe Luftfeuchtigkeit und Ungestörtheit genießen. Hierzu wird u. a. das anfallende Regenwasser in einem Trichter aufgefangen und in den Bunker eingeleitet.  Beobachtungen haben ergeben, dass während heißer Sommertage das Schlafquartier ebenso gerne von einzelnen männlichen Fledermäusen aufgesucht wird. 

Mehrere Fledermauskästen, die vor zwei Jahren an freistehenden  Bäumen vom Nabu und einer Schulklasse im Naturschutzgebiet "Stollhofener Platte" angebracht wurden, komplettieren die Aktion "Feldermausschutz" nebst der Anschaffung von Fledermaus-Detektoren. 

Furchterregend, aber ungefährlich – die Hornisse

Sie sind sehr groß, brummen gefährlich, und viele Schauermärchen sind über sie im Umlauf. So ist es kein Wunder, dass viele Menschen Angst vor Hornissen haben, obwohl diese friedfertigen Tiere niemals ohne Grund angreifen. Sie sind scheuer als Bienen und weichen Konflikten durch Flucht aus. Nur wenn die Hornisse eine Gefahr für ihr Nest erkennt, das sich Mitte September auf dem Entwicklungshöhepunkt befindet, wird sie dieses verteidigen. Dieser Fall kann eintreten, wenn man sich einem Nest bis auf 3 Meter nähert , sich dabei eventuell noch schnell bewegt und vielleicht sogar zur Abwehr nach den Tieren schlägt oder deren Flugbahn blockiert. Dann ist ein Stich möglich. Bei vorsichtiger Annäherung und besonnenem Verhalten kann man jedoch selbst den obigen Sicherheitsabstand unterschreiten, ohne dass etwas passiert. Hornissen werden auch niemals Ihren Kaffeetisch aufsuchen, um vom Kuchen zu naschen, da sie reine Insektenfresser sind.
So verfüttert ein großes Volk bis zu ½ kg Insekten pro Tag an seine Brut.

Falls man nun durch falsches Verhalten doch einmal gestochen wird, ist jegliche Panik überflüssig. Zwar ist der Stich wegen des stärkeren und längeren Stachels der Hornisse nicht unbedingt schmerzhafter als der einer Biene, Wespe oder Hummel, er ist aber keineswegs gefährlicher. Die Giftwirkung des Hornissengiftes ist nicht stärker als die des Bienen- oder Wespengiftes. So ist das Schauermärchen von den 7 Hornissen, die ein Pferd töten können, blanker Unsinn. Erst mehrere hundert Stiche sind für einen gesunden, 70 kg schweren Menschen lebensgefährlich.

Nur Personen mit einer Allergie gegen Insektenstiche - dies sind ca. 2 % der Bevölkerung - sind durch einen Stich gefährdet, allerdings nur dann, wenn sie vorher schon einmal von einer Biene, Hummel oder Wespe gestochen wurden. Ist der Hornissenstich der erste Stich, so ist eine allergische Reaktion nicht zu erwarten.

Es kann natürlich der Fall eintreten, dass sich ein Nest an einer kritischen Stelle im Wohnbereich befindet, so dass, besonders wenn Kinder zur Familie gehören, ein ständiges Beachten des Sicherheitsabstandes nicht zumutbar ist. In solchen oder ähnlichen Situationen ist eine Umsiedlung des Volkes dann möglicherweise unumgänglich. Beachten Sie aber bitte, dass es dazu der Genehmigung der oberen oder unteren Naturschutzbehörde bedarf. Die Hornisse gehört zu den stark gefährdeten  Arten und ist daher gesetzlich geschützt. Eine Umsiedlung ohne Genehmigung oder gar die  Tötung der Tiere bzw. die Zerstörung des Nestes kann mit hohen Geldbußen geahndet werden. Bei Problemen der geschilderten Art sollten Sie sich deshalb an Ihre Gemeinde oder an die NABU-Gruppe wenden (Tel. 3995 - Herbert Schön -).
                                                                  
Wir helfen Ihnen gern soweit wir dazu imstande sind. Andererseits können wir Ihnen auch Kontakte zu verschiedenen Hornissen-Experten oder zur Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Rastatt vermitteln, sofern eine Beseitigung eines Hornissennestes notwendig erscheint.

Der Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017

Wann haben Sie zuletzt in der Nacht eine Eule rufen gehört? Viele Gegenden sind von Eulen verlassen, entweder weil sie keine Bruthöhlen finden oder das Nahrungsangebot nicht mehr ausreicht. Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU für 2017 den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder gar zu vermehren.

 Aussehen und Stimme

Gut getarnte Eule mit Knopfaugen

Durch ihr rindenfarbiges Gefieder sind Waldkäuze gut getarnt. Typisch sind die großen Knopfaugen im dunkel umrahmten hellen Gesichtsschleier. Der Waldkauz gehört zu den größeren Eulen. Nur Habichtskauz und Uhu sind größer.

Gut getarnt

Auch wenn meist das Männchen singt, können beide Geschlechter sowohl den Balzgesang als auch den Kontaktruf äußern, wobei der Ton des Weibchens jeweils etwas höher und heiserer klingt. Zu erkennen sind Waldkäuze an ihrem kompakten Körperbau und dem rindenfarbigen Gefieder. Ihr großer Kopf ohne Federohren sitzt auf einem gedrungenen Rumpf. Sein freundliches Aussehen verdankt er seinen großen runden „Knopfaugen“ im dunkel umrahmten hellen Gesichtsschleier. Der stark gekrümmte Schnabel ist beim Waldkauz gelblich.

Die lautlosen Jäger werden mit 40 bis 42 Zentimetern Länge etwa so groß wie Krähen und bringen 400 bis 600 Gramm auf die Waage. Die Weibchen sind etwas größer und um ein Viertel schwerer als ihre Partner. Unabhängig vom Geschlecht oder Alter hat ein Teil der Waldkäuze eine graubraune Grundfärbung des Federkleides, andere eine rotbraune. Man spricht von zwei verschiedenen Farbmorphen, ähnlich den unterschiedlichen Haar- und Augenfarben beim Menschen. In jedem Fall sind die Käuze durch ihr rindenfarbenes Äußeres meist gut getarnt.

 

Natürliche Schalldämpfer

Wie alle Eulen fliegen Waldkäuze nahezu geräuschlos: Ein besonders dichtes und samtartiges Polster auf der Oberseite der Flügel und kammartige Zähnchen an den Kanten der äußersten Flügelfedern verwirbeln den Luftstrom beim Fliegen und unterdrücken so jedes Geräusch.

Waldkäuze sehen ausgezeichnet im Dunkeln, solange noch ein wenig Restlicht vorhanden ist. Ihre großen Augen nehmen besonders viel Licht auf, die Iris kann das einfallende Licht perfekt regulieren und garantiert so eine optimale Sichtleistung am Tage und in der Nacht. Eulenaugen sind im Gegensatz zu den meisten anderen Vogelaugen nach vorne gerichtet und ermöglichen ein räumliches Sehen. Entfernungen können so besser eingeschätzt werden.

Bei völliger Dunkelheit verlassen sich jagende Waldkäuze ausschließlich auf ihr Gehör: Geräusche werden durch die Trichterwirkung des Gesichtsschleiers schallverstärkt an die unter den Federn versteckten großen Ohren weitergeleitet. Die leicht asymmetrische Anordnung der Ohren führt dazu, dass Geräusche von anvisierten Beutetieren mit minimalem Zeitunterschied wahrgenommen werden. Das hilft dem Waldkauz,
seine Beute genau anzupeilen.

Warum ist der Waldkauz Vogel des Jahres 2017?

„Stellvertretend für alle Eulenarten haben wir für 2017 den Waldkauz zum Jahresvogel gewählt. Mit ihm wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren“, erläutert NABU-Präsidiumsmitglied Heinz Kowalski. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Es gilt, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder zu vermehren.

Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt jedoch vor allem von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind damit die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.

Waldkäuze sind lautlose Jäger der Nacht. Sie sehen und hören besonders gut, und finden so präzise ihre Beute. Die Bezeichnung „Kauz“ ist eine Besonderheit im deutschen Sprachraum, denn in anderen europäischen Ländern gibt es kein eigenes Wort für Eulen mit rundem Kopf ohne Federohren – sie werden wie andere Eulenarten allgemein als „Eulen“ bezeichnet.

Auch wenn sein Name anderes vermuten lässt: Der Vogel des Jahres 2017 ist keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten fühlt. Als ideal gilt ein Lebensraum mit einem Waldanteil von 40 bis 80 Prozent, dazu Lichtungen und angrenzende Felder. Längst ist er daher auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand und geeigneten Bruthöhlen zuhause. Dabei kommt er uns Menschen recht nah, wenn er auch eher zu hören als zu sehen ist. Tagsüber versteckt er sich in Höhlen oder in dichten Baumkronen. Die Anpassungsfähigkeit bei der Wahl des Lebensraumes trägt dazu bei, dass der Waldkauz die häufigste Eule in Deutschland ist.


Glücksbringer und Todesbote

Vogel der Weisheit und Aufklärung. Todesbote und Glücksbringer. Wappenvogel der Heilkunst und Patron der überschwänglichen Trinklust: So vielseitig wie gegensätzlich sind die Bezeichnungen der Eule – und damit auch des Waldkauzes – seit Jahrtausenden. In der Antike galt beispielsweise der Steinkauz als „Vogel der Weisheit“ und war ein ständiger Begleiter der Göttin Athene. Seine stoische Mimik wirkte klug und sorgte für Ehrfurcht unter den Menschen. Im Mittelalter wandelte sich das Bild erheblich: Die Eule wurde zum Botschafter von Unglück und Tod, Helfer Satans oder Verkünder von Seuchen und Depression. Die frühchristliche Enzyklopädie „Physiologus“ diffamiert die Eule gar als Kirchenschänder und das „Öl der Lampe der heiligen Maria“ trinkend.

Dass die meisten Eulen ausgerechnet die Nacht bevorzugen, sahen Abergläubige als Beweis für ihr böses Wesen. Die nächtlichen „Ku-witt“-Rufe des Waldkauzes zum Beispiel wurden als „Komm mit“ interpretiert und kündigten den angeblich baldigen Tod eines nahestehenden Menschen an. Wer diesem drohenden Schicksal entkommen wollte, nagelte eine getötete Eule an das Scheunentor.

Das schlechte Image unseres Jahresvogels und seiner Eulenverwandtschaft hat sich glücklicherweise deutlich verbessert. Faszination für das Tier löste den tief verwurzelten Aberglauben größtenteils ab. Eulen sind heute so beliebt wie nie: als Motiv in Kunst und Literatur, Skulptur in Gärten und
Galerien oder farbenfrohes Maskottchen auf Kinderkleidung.

 

Stieglitz 2Foto: Marcus Bosch



 

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Unsere Schwalben – Flugkünstler und Sommerboten

Die im Jahr 2014 vom Nabu Li/Rhm. begonnene Schwalbenaktion  wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Es besteht nach unserer Einschätzung dringender Bedarf, den sympathischen Flugkünstlern in unseren heimischen Gefilden geeignete Plätze an Wohnhäusern und Ökonomiegebäuden als Nistmöglichkeit anzubieten.  Ohne die Mithilfe von Schwalbenliebhabern werden in den Ortschaften Rauch- und Mehlschwalben als unsere sogenannten „Kulturfolger“ der Menschen gänzlich verschwinden. 

Der Verlust an geeigneten Nistplätzen von Schwalben in unseren ländlichen Ortschaften ist mehr als besorgniserregend. Hinzu kommt, dass den Schwalben als Zugvögel in verschiedenen südlichen Ländern immer mehr nachgestellt wird.

Der Nabu bietet mit der Schwalbenaktion allen interessierten Besitzern von geeigneten Häusern und Ökonomiegebäuden an, diesen Kulturfolgern des Menschen Nisthilfen zu geben als „Willkommensaktion“ der bedrohten Insektenjäger.

Unsere Beratung zum Schwalbenschutz umfasst u. a. die Anbringung von Nisthilfen und von Schutzvorrichtungen wie Kotbretter etc. Hierfür gibt es auch spezielle Broschüren, die vom Nabu übergeben werden. Über unsere Homepage und den entsprechenden Links können Sie weitere Informationen erhalten. Gerne beraten wir Sie auch vor Ort.

Die uns gemeldeten „schwalbenfreundliche Häuser“ werden wir, sofern dies gewünscht ist, ab dem Frühjahr wieder aufsuchen und neben der Beratung  entsprechende Broschüren verteilen.

Außerdem werden wir gerne bei einer entsprechenden Anzahl von besetzten Schwalbennestern eine Plakette “Schwalbenfreundliches Haus“ zur Anbringung an der Hauswand überreichen. 

Ihr Ansprechpartner: Herbert Schön, Rheinmünster  Tel. 07227/3995

Schwalbenfreundliches Haus





Zur Storchen Cam bitte unten klicken:

Storchen Cam Stollhofen


                                                                                       


Vogel des Jahres 2017:

Der Waldkauz

Stieglitz

Foto: Peter Kuehn

    Aktuelles auf einen Blick

  1. Storchcam Stollhofen online
  2. Artenschutzprogramm Steinkauz/ Schleiereule
  3. Storchennester Stollhofen / Scherzheim
  4. Errichtung von Eisvogelwänden

Detaillierte Infos auf den Seiten "Aktuell"
Eine Bildergalerie der Störche können Sie hier besuchen.



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© 2006 by Dieter Koch